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Darfs ein bisschen süß sein?

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Von unserem verzweifelten Versuch, unser drittes Kind wenigstens ein bisschen gesund zu ernähren.

Unser erster Sohn (heute 8) lebte die ersten beiden Jahre seines Lebens nahezu zuckerfrei. Mama und Papa klopften sich auf die Schultern. Ist doch klar, dass wir auf so etwas achten. Dann kam der zweite Sohn (heute 5). Als er 1,5 Jahre alt war, lockte der Sommer mit Eis. Der große Bruder bot ihm gönnerhaft an, von seinem zu probieren. Was sollten Mama und Papa gegen so viel Großzügigkeit schon sagen? Der Kleine durfte mal schlecken, klar! Und als er immer lauter schrie, durfte er auch mal eine eigene Kugel. Und nun unser drittes Kind. Sie ist zwei Jahre alt. Sie kann sehr laut sein. Ihr Kopf wird dann ganz rot. Sie schreit: Ich will auch Lokolade! Ich will Nille-Eis! Ich will BonBon! Mama und Papa sind machtlos. Oder vielleicht doch nicht?

Jetzt essen die Kinder das, was sie später an die Kindheit erinnert. 

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Ich will Kekse! Die Krümelmonster Kekse mit Hafer mag ich auch

Gesunde Ernährung ist uns wichtig. Schließlich tragen wir eine Verantwortung. Eine Verantwortung für die Gesundheit unserer Kinder und auch dafür, dass sie lernen, dass man durchaus gesund und lecker essen kann. Denn, daran glaube ich ganz fest: Geschmack ist Gewohnheitssache. Wer  immer salzig, fettig, süß ist, mag irgendwann auch nur noch salzig, fettig süß. Wer immer seinen Natur-Joghurt mit frischem Lieblings-Obst isst, wird ihn leckerer finden als den Erdbeerjoghurt aus dem Supermarktregal. Und jetzt legen wir bei unseren Kindern die Grundlagen. Schließlich sind sie jetzt klein. Jetzt essen sie das, was sie später an geborgene Kindheit erinnern wird.  

Und tatsächlich beobachte ich bei unseren Kindern – und auch bei Kindern im Freundeskreis – ein Phänomen, dass mein „Gefühl“ stützt: Unser erster Sohn ist heute nicht besonders wild auf Süßigkeiten. Er mag sie, klar. Und er freut sich auch, wenn ich ihm mal etwas Süßes mitbringe. Aber er isst immer nur ein bisschen und legt den Rest in seine Süßigkeiten-Kiste, wo er dieser Rest nicht selten vergisst. Unser großer Sohn mag auch gerne Zartbitter-Schokolade und andere feine Leckereien. Mozartkugeln, Pistazien-Eis, sowas. Unser zweiter Sohn liebt Süßigkeiten über alles. Er fragt mich häufig, ob er Gummibärchen darf, oder Kekse, oder dies oder das. Er mag alles, was Zucker enthält. Und wenn er etwas bekommt, isst er sofort alles auf. Seine Süßigkeiten-Kiste ist meistens leer.

Ich mache mir Sorgen

Und jetzt also unser drittes Kind – unsere Tochter, die noch früher noch häufiger Naschkram essen durfte. Ich mache mir Sorgen. Sorgen, dass wir ein Süßigkeitenmonster heranzüchten, das sich, sobald es sie Wahl hat, nur noch von Eis, Schokolade und Gummibärchen ernähren möchte.

Als ich über das Phänomen der frühen Zuckergewöhnung mit meiner Freundin K. sprach, entgegnete sie gelassen: „Ich gebe unserer Jüngsten einfach manchmal so Pseudo-Kekse. Dann freut sie sich, weil sie auch so etwas bekommt wie die Großen. Und ich freu mich, weil wenigstens kein Zucker drin ist.“

Gute Idee, dachte ich. Und gleich fielen mir die Snacks von Sesamstraße Bio ein, über die ich hier bei Ahoikinder schon einmal geschrieben hatte . Erst vor kurzem hatte ich bei einer Food-Veranstaltung erfahren, dass das Hamburger Familienunternehmen jetzt auch jede Menge zuckerfreie Snacks für Kinder ab einem Jahr im Sortiment hat.

“Nagut, ausnahmsweise”, sage ich. Und überreiche zuckerfreie Cracker.

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Dieser Cracker sieht cool aus und enthält keinen Zucker (weiß die Deern aber nicht 😉 )

Gedacht, getestet. In meine Süßigkeitenkiste packte ich Elmos Kinder-Kekse mit Pastinake, Graf Zahl Zahlenkekse mit Apfel und Chia, Oscars Kirchererbsencracker mit Tomate und Ernies Kirchererbsencracker mit Karotte. Es dauerte nicht lange, bis mein zweiter Sohn anbiss.

„Mama, was hast du da? Das ist Oscar aus der Mülltonne. Darf ich?“. “Mhmm. Ja gut, ausnahmsweise. Du hattest ja heute noch nichts Süßes.” Regel Nummer Eins und ganz wichtig: Nie durchblicken lassen, dass Mama der eine Snack lieber ist, als der andere, weil er wohlmöglich gesund oder nicht ganz so ungesund sein könnte. Das könnte ihn an Beliebtheit einbüßen lassen. „Ahh ja lecker. Die sind ja gar nicht süß. Aber lecker“, kaut der 5-Jährige. Stimmt, die Cracker sind ein herzhafter Snack. Sofort will die 2-Jährige auch. Ich auch Oscar! schreit sie. Ich auch Oscar! Sie kennt die Sesamstraßenfiguren nicht, aber bunt und fell-ig zieht auch schon bei ihr. Zufriedenes Schmatzen. Der 8-Jährige schlendert am Cracker-Schüsselchen vorbei. Er probiert. „Ich mag keine Tomate“, sagt er. Egal, den anderen beiden schmeckts. Und sie sind die, auf die es ankommt.

Ein guter Kompromiss: Zuckerfreie Kekse

Auch die Kekse finden Anklang in unserer Familie. Wir mochten auch schon den Klassiker von Sesamstraße Bio, die Ernie & Bert Kekse, die mit ein wenig Rohrzucker gebacken sind. Aber diese neuen Kekse hier sind wirklich ganz ohne Zucker, gesüßt nur mit Apfelsaft (die Zahlenkekse) und Agavendicksaft (Elmos Kinder-Kekse). Damit schmecken sie auch nicht so überzuckert wie herkömmliche Kekse und das ist das, worauf es mir ankommt. Die Kinder nicht an dieses mega Süße zu gewöhnen, so dass es irgendwann immer so süß für sie sein muss, um lecker zu schmecken. Wusstet ihr, dass sogar Schokoriegel wie Snickers und Co über die Jahrzehnte immer süßer wurden, weil die Menschen sich an immer mehr Zucker gewöhnt hatten? Aber das ist eine andere Geschichte …

Ein Wort noch zu den Sesamstraßen Keksen: Ich liebe die Elmo-Kinderkekse, weil sie mich total an irgendwelche Bio-Kekse aus dem Reformhaus erinnern, die ich immer gegessen haben, während ich für meine Uni-Prüfungen gelernt habe. Ich weiß nicht mehr, wie diese Kekse hießen. Sollte es jemand herausfinden, bitte Nachricht an mich 🙂 .

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Große Auswahl und alles zuckerfrei: Snacks von Sesamstraße Bio

Jetzt snacken meine Kinder also auch Pseudo-Kekse. Und ich hoffe, dass meine drei Schätze im Laufe ihres Lebens immer wieder erfahren, dass kaum etwas so reich an Aromen ist wie ein frischer Apfel. Dass nichts nach dem Sport so gut tut wie eine Banane. Dass eine warme Suppen im Winter ungeheuer wohltuend ist. Und dass sie irgendwann während ihrer Uni-Prüfungen Bio-Kekse aus dem Reformhaus snacken, sich erinnern und denken: Ohhh, solche Kekse hatten wir manchmal, wenn wir mit Mama auf dem Spielplatz waren und auf einmal hungrig wurden.

Achso, und wenn sie ab und zu mal ne Currywurst mit Pommes essen und abends vor dem Fernseher der Tafel Schokolade im Wohnzimmerschrank nicht widerstehen können, dann ist es auch in Ordnung.

 

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Brand and Vision, einem Hamburger Familienunternehmen, das Bio-Lebensmittel für Kinder unter dem Label Sesamstraße Bio produzieren lässt.  An unserer Meinung ändert diese Zusammenarbeit wie immer nichts.

    

Mich interessiert Eure Meinung zum Thema. Glaub ihr, dass Kinder Süßigkeiten umso lieber mögen, je mehr sie davon in früher Kindheit essen? Oder seid ihr eher Anhänger der These, wer nie Süßes darf, will später umso mehr davon? Habt ihr Erfahrung mit Süßigkeiten und Geschwisterkindern? Geht es Euch wie mir – oder ganz anders? Schreibt es mir in den Kommentaren!

   

1 Kommentare

  1. Avatar
    Stefanie sagt

    Ich kenne das auch! Erste Kinder, die moderat im Umgang mit Süßigkeiten sind und Geschwisterkinder, die die Naschkatzen überhaupt sind. Natürlich gibt es auch das Gegenteil und individuellen Geschmack. Da mag das zweite Kind dann auf einmal lieber herzhafte Snacks. Aber im Grund denke ich genau wie du: Wir mögen das, was wir in der Kindheit viel gegessen haben. Und süß ist nun mal energiereich und lecker (nicht nur für Kinder 😉 Auch die Muttermilch ist süß. auf jeden Gute, wenn die Kinder leckere und süße Alternativen zu Gummibärchen und Co kennenlernen. Dann haben sie später etwas auf das sie zurückgreifen können.

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