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Wir bauen ein Haus!

Grundstück Eigenheim Wir bauen ein Haus

Neuigkeiten aus der Ahoi-Familie. Wir bauen ein Haus. Bedeutet auch: Wir ziehen aus dem zentralen Eimsbüttel an den Stadtrand. Jahrelang schien es uns unmöglich. Jetzt freuen wir uns darauf. Warum steht hier. Auftakt zur Hausbau-Serie.

Es gibt ja so Familien, die ziehen mit der ersten Wölbung eines Baby-Bauchs hinaus in Grüne. Oder solche, die wagen den Sprung ins Einfamilienhaus, wenn das zweite Kind kommt. Oder zumindest bevor das größte Kind in die Schule kommt. Wir nicht. Wir bekamen ein Kind. Dann noch eins. Und ein Drittes. Unser ältester Sohn wurde eingeschult. Und wir lebten immer noch in der Stadt. Auf vier Zimmern im wunderschönen Eimsbüttel. Musikschule direkt nebenan. Schule 50 Meter zu Fuß (und gerade aus), 368 (gefühlt)  Kitas in fußläufiger Entfernung und jeden Tag bekannte Gesichter auf den (gefühlt) 369 Spielplätzen von Eimsbüttel. Unser Stadtteil ist wie ein Dorf hat Miriam von Emil und Ida mal geschrieben (hier). Und das stimmt. Irgendwie.

Unser Stadtteil ist ein Wimmelbuch

Und irgendwie auch nicht. Unser Stadtteil ist wie ein Wimmelbuch. Überall passieren eine Millionen Dinge gleichzeitig. Die Menschen, die Autos, die Fahrräder. Hier klingelt’s, da ruft jemand, da droht ein Kind auf die Straße zu laufen. Die riesen Schlange am Eisladen. Der überfüllte Spielplatz bei Sonnenschein. Ein Planschbecken mit 60 Kindern, die Pipi in Wasser machen. Und da oben! Ein Flugzeug! Wir können Yoga, Kinderturnen, Ninjutsu und Poledance machen, ohne ins Auto steigen zu müssen. Aber niemals können wir unseren Blick einfach mal durchs Grüne schweifen lassen. Möglicherweise ist es eine Erscheinung des Alters, aber ich habe eine solche Natursehnsucht entwickelt! Und eine Sehnsucht nach Ruhe. Ich möchte aus dem Fenster blicken und nicht immer nur Beton sehen. Ich möchte barfuß über Gras laufen. Und ich möchte auch nicht mehr so weit über der Erde leben. Immer 34 Treppenstufen gehen, bevor ich aus unserem Garten am Kühlschrank angekommen bin. Und unten weint derweil die Jüngste nach ihrer Mama.

Endlich Platz für die ganze Familie

Und vor allem habe ich Sehnsucht nach Platz. Hände hoch, wer lebt noch mit Kindern in einer Stadtwohnung? Ihr alle kennt es. Die Wohnung platzt aus allen Nähten. Die Kinderkleiderschränke stehen im Arbeitszimmer. Ein Großteil des Spielzeugs auch. Und trotzdem. Neulich habe ich mit meinen Kindern das 12qm Kinderzimmer aufgeräumt (12 qm für zwei Jungs!). Alle Spielzeuge von denen sie nicht wussten, wo sie hingehören sollten sie in eine grüne IKEA-Kiste legen. Und was soll ich Euch sagen? Die Kiste quoll über. Als ich zeigen wollte, wie das geht mit dem aufräumen, musste  ich feststellen. Diese Dinge haben wirklich keinen Ort. Weil es in diesem Kinderzimmer einfach keinen Ort mehr gibt. Vor allem aber fehlt uns Rückzugsraum. Wenn ein Erwachsener sich ausruhen will, muss er die Wohnung verlassen. Oder den Rest der Familie zwingen, zu gehen. Und wenn es regnet? Und man keine Kraft für Yoga, Poledance oder Ninjutsu hat? Dann fühlen sich 4 Zimmer für 5 Personen wie Käfighaltung an.

Und deshalb freue ich mich, dass es endlich geklappt hat mit dem Haus. Die Hamburger wissen, wie schwierig das ist. Aber jetzt, jetzt haben wir gefunden – unser Grundstück! Zwar am Stadtrand, aber umgeben von vielen anderen Familien. Wir haben schon viel geplant. Und angefangen zu bauen. Natürlich ist es mega anstrengend. (Leute, baut niemals mit drei Kindern, zwei Jobs und einem Blog ein Haus). Aber: Wir freuen wir uns!

Haus bauen – eine neue Reihe hier im Blog

Und: Wir möchten Euch gerne mitnehmen auf die Reise.Türkischer Bazar im Küchenstudio, Parkett oder Laminat, abenteuerliche Begegnungen mit Handwerkern, Umschulung, Um-Kita-isierung, Haus bauen oder Haus kaufen, schöne Kinderzimmer – aus all dem machen wir eine neue Reihe hier auf dem Blog.

Ansonsten gilt: Natürlich bleiben wir weiterhin aktiv und umtriebig im Hamburger Stadtgebiet. Müssen die Ahoikinder wohl mal die S-Bahn statt das Fahrrad nehmen.

Eine Serie zum Eigenheim mit Kindern gibt es auch bei Großeköpfe – zusammen mit vielen anderen spannenden Blog-Beiträgen. Schaut doch mal rein!

6 Kommentare

  1. Wiebke sagt

    Hallo Ute, ich habe gerade am Frühstückstisch deinen Beitrag gelesen und da musste ich schon sehr schmunzeln. Wenn ich aus unserem Esszimmerfenster schaue, dann gucke ich genau auf die beiden Häuser Eures Fotos.
    Ich wünsche Euch eine gute Bauzeit, viel Kraft für all Deine Projekte und wenn Ihr mal Fragen habt, oder Hilfe braucht, schaut gern vorbei.
    Viele Grüße
    Wiebke Und Familie

  2. Ute Vaut
    Ute Vaut sagt

    Liebe Wiebke,
    ach wirklich ?! Das ist aber lustig. Ich habe auf den unterschiedlichsten Wegen schon viele zukünftige Nachbarn kennengelernt. Aber virtuell bist du die erste 🙂 Ich schreib dir gleich mal eine Mail. Danke für die guten Wünsche.
    LG, Ute

  3. Wie kann ich das gut verstehen! Wir wohnen mit vier Kids und Katzenkind in einer 3-wie-2-Zimmer-Wohnung mit 67 qm. Noch haben wir den Schritt nicht gewagt. Stattdessen vertiefen die Kids ihre Wurzeln Tag für Tag in Eimsbüttel. Was brauchen wir? Mut!? Zumindest gibt dein Post mir sehr zu denken… Danke dafür! LG Doreen

    • Ute Vaut
      Ute Vaut sagt

      Ach, das kann ich so gut verstehen! Das geht uns mit unseren Kindern ja auch so. Und für den größten – jetzt schon seit zwei Jahren Schulkind – ist es gar keine schöne Aussicht, umziehen zu müssen. Aber jetzt, wo wir den Entschluss gefasst habe, geht es mir so gut damit! Und diese Variante Neubaugebiet findet ich als Familie so gut. Wir haben schon so viele nette Familien kennen gelernt, die auch hinziehen – und eine nette Nachbarschaft ist doch eigentlich das wichtigste 🙂 Da kann man sich dann auch am Stadtrand wieder wie im Dorf Eimsbüttel fühlen 😉 Platz und Natur inklusive. Also: Nur Mut!

  4. Barbara sagt

    Oh, das klingt gut 🙂
    Ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass es zu eng in der Wohnung wir. Wir werden blad zu 5 auf 3 Zimmern wohnen müssen…
    Falls Du fachlich mal Rat brauchst, kann ich Dir sicher weiterhelfen, bin Architektin…
    Viel Erfolg bei Eurem Bau!
    LG Barbara

    • Ute

      vielen Dank für das liebe Angebot! Bei euch klingt es eng, aber auch so – als könntest Du Abhilfe schaffen 😉 Alles Liebe!

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