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Koh Samui: Strandleben

Unser Leben auf Koh Samui folgt dem Takt der Wellen, gleichmäßig und gemächlich vergehen hier die Tage zwischen Sonne, Strand und Meer.

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Was macht ihr den ganzen Tag auf Koh Samui, fragen uns unsere Freunde. Da hier jeder Tag ungefähr gleich verläuft, kann ich es Euch ganz genau sagen:

Meditation und Schwimmen vor dem Frühstück

Jeden Morgen um 6.30 Uhr verlässt der Hamburger Papa unseren Bungalow, um am Strand zu meditieren. Wenn er klar und erfrischt nach einer halben Stunde zurückkehrt, gehe ich schwimmen – im Meer. Bin auch ich wieder da, macht die ganze Familie sich fertig für das Frühstück, was wir mal hier, mal dort in einem Restaurant oder auch auf unserer Bungalow-Terrasse einnehmen. Egal für welchen Ort wir uns entscheiden. Am Ende stecken wir dank des Hamburger Knirps (1) knietief in Melonenstückchen, sind beschmiert mit Reis und Joghurt und während thailändisches Personal immer noch verzückt, um unseren Randalierer herumschwänzelt, erreichte uns heute auch schon die erste Beschwerde einer Mit-Urlauberin. Es sei morgens schon immer ziemlich laut bei uns. Und man sei hier schließlich im Urlaub und wolle ausschlafen. Ähm ja.

Tiefe Löcher für gemeine Schurken

Neue Freunde am Maenam Beach graben tiefe Löcher

Neue Freunde graben tiefe Löcher am Maenam Beach

Nach dem Frühstück geht die ganze Familie schwimmen. Am Strand treffen wir meistens die Familie aus Berlin. Die großen Jungs (3 und 5) sind dicke Freunde geworden. Die kleine Schwester bringt dem Hamburger Knirps das Laufen bei. Die Eltern sind sehr nett. Wir haben einen Glücksfall zu verbuchen. Die Jungs rennen mit Schwimmflügelchen ins Wasser. Während der Berliner Jung schon ernsthaft schwimmen übt, freut unser Jung sich einfach, über Wasser zu sein und aus eigener Kraft zu bleiben. Der Hamburger Papa springt mit ihnen über die Wellen. Ich ziehe den Knirps durch das Wasser, der natürlich fest davon überzeugt ist, mindestens so gut zu schwimmen wie sein Bruder.

Danach ist es Zeit für das Vormittagsschläfchen vom Hamburger Knirps. Spaziergang mit Einkauf im Mini-Markt. Ein Supermarkt, betrieben von einem thailändischen Ehepaar, das auf der Fläche eines durchschnittlichen deutschen Tankstellenshops ein Sortiment von Obst, Cola und Keksen über Sonnencreme, Waschhandschuhen und Fußpfeilen bis hin zu Geburtstagskerzen und Massageöl betreibt. Und bei dem ich täglich soviel 100 Bath-Scheine über den Thresen blättere, dass es mich am nächsten Tag immer wieder erstaunt, dass das Geschäft, die Saison noch nicht für erfolgreich beendet erklärt hat.Ein bisschen Family-Beachtime noch. Die großen Jungs graben Löcher für den „bösen Jungen“, der am ersten Urlaubstag ihre Burg zerstören wollte. Der Hamburger erklärt mit glockenhellen Stimmchen und ausladender Gestik, bei der seine Hände scheinbar etwas in Scheiben schneiden, man habe vor, den Jungen zu schlachten. Nun ja. Hoffen wir, dass er nicht hinein fällt.

Wie gut, dass das Mittagessen hier einfach vorbeiläuft …

Hamburger Papa liest Sams-Geschichten zur Siesta

Hamburger Papa liest Sams-Geschichten zur Siesta

Dann Mittagessen. Es gibt, was die Strandläufer gerade zufällig vorbeitragen. Meistens Hähnchenspieße und Maiskolben für die Kinder und Papayasalat und Sticky Reis für die Eltern.

Ausführliche Siesta im Bungalow. Der Knirps wird in den Schlaf geschoben und dann ins klimatisierte Schlafzimmer getragen. Der Hamburger Jung hört Geschichten.

Der Nachmittag wird eingeläutet mit einem Eis für Papa und den Hamburger Jung und einem un-thailändischen Milchkaffee für die Mama. Der Strand liegt jetzt angenehm im Schatten. Die Familie geht erneut schwimmen. Häufig beschließen die großen Jungs, dass sie jetzt lieber bei den Bungalows spielen möchten. Sie brechen Zweige und Blätter von Bäumen, bauen Absperrungen auf der Straße, laufen zur (ebenfalls „bösen“) Nachbarin und schreien Frau Blaukohl, Frau Blaukohl, Frau Grünkohl, Frau Grünkohl. Wer das Sams kennt, weiß warum …. Die Hoffnung der Eltern, die Jungen würden sich in ihrer Zerstörungswut gegenseitig neutralisieren, erweist sich als gegenstandslos. Aber die Jungs haben Spaß. Und das ist ja auch was wert ….

Thai-Massage für die Eltern

Maenam Beach

Massage mit Wellenrauschen am Maenam Beach auf Koh Samui

Im täglichen Wechsel darf ein Elternteil zur Massage. Starndmassage, Salonmassage, Ölmassagen, Fußmassagen und neuerdings auch die Thai-Massagen, bei der Thais, die so gelenkig sind, wie wir werden wollen, auf unseren Rücken herumklettern, an den Zehen lupfen, an Beinen zerren und uns mit Händen, Füssen und Ellenbogen gleichzeitig bearbeiten. Es ist herrlich!

Beim Abendessen gibrt es zwei Varianten. Entweder die ganze Familie sitzt pünktlich um 18 Uhr am Restauranttisch. Der Hamburger Knirps stößt spitze Schreie aus, weil das Essen nicht schnell genug kommt. Und der Hamburger Jung betont, das würde ja alles sehr lange dauern und überhaupt hätte er jetzt doch lieber Toast statt Spaghetti. Die Thailänder wissen, dass Kinderessen bei der Bestellung Vorrang haben. Und so füttern wir erst die Kinder, um dann schnell, schnell noch selbst zu essen, bevor der Knirps in seinem Kinderstühlchen einschläft. Um 19.00 Uhr schläft der Hamburger Knirps, 30 Minuten später auch sein großer Bruder. Beide schlafen innerhalb von 5 Minuten ein. Strandleben macht müde!

In Variante Zwei essen wir Eltern, wenn beide Kinder schlafen. Immerhin zwei Restaurants (je nach Windrichtung) liegen noch im Leistungsspektrum des Babyphones. Ein entspannter Ausklang am Ende eines entspannten Tages.

Ja, so leben wir hier – auf Koh Samui. Tag für Tag. Im Takt der Wellen. Wir haben jedes Gefühl für Raum und Zeit verloren. Wochen könnten seit unserer Anreise vergangen sein, oder auch Monate, eine Ewigkeit oder auch nur ein Fingerschnippen ….

Lebensgefühl: Hängematte

Lebensgefühl: Hängematte

Abenteuer Elternzeit – Mehr über unsere Reise nach Thailand

Vor genau zwei Jahren sind mit unseren zwei kleinen Kindern (damals 1 und 3,5 Jahre) durch Thailand gereist. Damals haben wir für Familie, Freunde und Reise-Interessierte aufgeschrieben, was wir auf unserer Reise erlebt haben. Unsere Reise führte uns von Bangkog nach Chiang Mai, in die thailändischen Berge und von dort in den Süden auf die Inseln Koh Samui und Koh Panghan. Demnächst geht es es weiter auf www.ahoikinder.de

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