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Ausflugstipp: Spielewelten am Kiekeberg

Wir haben uns die ständige Ausstellung „Spielewelten“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg angesehen – und dabei jede Menge Spielsachen aus der eigenen Kindheit wieder entdeckt. Ein Ausflugstipp.

Spielewelten Kiekeberg

Miniatur-Nachbau vom Hamburger Dom in der Dauer-Ausstellung Spielewelten

„Guck mal, so sahen unserer Rollschuhe früher aus! Schaumal, so ein Rutschauto hatte Opa! Und guck mal, so sahen die Playmobilfiguren von früher aus. Ach nee, und schau mal hier, damit habe ich als Kind ganze Nachrmittage verbracht.“

Irgendwie sind heute die Rollen vertauscht. Ich fühle mich wie das Kind. Und meine Söhne sind die Erwachsenen, die milde lächelnd die Begeisterungsstürme ihrer Mama zur Kenntnis nehmen und sich gnädig hier und da etwas zeigen lassen. Aber nur hier und da. Dann sagen sie so etwas wie: „Ja, Mama, aber jetzt möchte ich nochmal Karussell fahren. Ja Mama, aber jetzt spiele ich nochmal mit dem Jungen Vier Gewinnt an der großen Lichterwand.“ Oder auch ungnädiger mein 3-Jähriger: „Mama, ich will rutschen!“

In der Ausstellung Spielewelten im Freilichtmuseum am Kiekeberg könnt ihr Spielzeug aus dem vergangenen Jahrhundert bewundern. Mehr als 1.000 Objekte sind ausgestellt. Exemplarisch werden Schaufenster von Spielzeugläden aus 1900, 1950 und 1980 gezeigt.

Ein Museum ist langweilig für Kinder? Dieses hier bestimmt nicht!

Spielewelten Kiekeberg

Wer ist hier denn jetzt das Männchen?

Magnet für kleine Kinder ist ein Mini-Indoor-Karussell, eigentlich nur ein Drehscheibe mit Fahrrädern und Autos und eine Rutsche. Ansonsten gibt es viel Spielzeug zu sehen und manches auszuprobieren. An kleine Tischen kann mit Lego gebaut werden, an einer großen Wand, müssen blitzschnell Lichtpunkte berührt werden oder es kann „Vier Gewinnt“ gespielt werden. Auf alten Spielekonsolen locken Fußball, Tetris oder mit ihrem nostalgischen Charme. Für meinen Geschmack hätte es ruhig noch mehr zu spielen geben können. Eine große Murmelbahn ist noch im Aufbau. Hübsch wäre gewesen, man hätte auch die Carrerabahn auch noch bespielen können. Die hab ich mir doch als Kind schon so gewünscht und nie bekommen!

Ansonsten ist es einfach schön, die riesige Ritterburg und die dazugehörige Mittelalterstadt von Playmobil zu bewunden, das Lego, die Barbies, die dekorierten Schaufensterscheiben von Spielwarenläden. Unser Hamburger Knirps (3) war natürlich Feuer und Flamme für die Kasperlefiguren und vor allem für die Aufzeichnung des Dachbodentheaters (sprich Fernsehen). Obwohl ich ehrlich gesagt Bild und Tonwiedergabe eher grenzwertig fand, hat der Knirps nach Beendigung des Stück nur einen Kommentar: Nochmal!

Meine Top 5 Wiederentdeckungen

  • Das Brettspiel von „Glücksrad“ – und die Erinnerung an Buchstabenfee Maren Gilzer
  • eine Katze auf Holzrädern
  • der alte Joystick vom Commodore 64
  • Pac-Man
  • die Carrera-Bahn

Kurzum: Ein Museumsbesuch, der Generationen verbindet und Eltern und Großeltern wieder zu Kindern macht. Füllt alleine keinen Nachmittag, aber ist zusammen mit dem gesamten Freilichtmuseum am Kiekeberg, seinen Tieren (Schweine, Kühe, Schafe, Hühner), dem Spielplatz (im Sommer auch ein toller Wasserspielplatz), den Traktoren (auch zum Aufsitzen für die Kinder) und dem schönen Café und Restaurant auf dem Gelände unbedingt einen Ausflug wert!

Ihr ward noch nie im Freilichtmuseum am Kiekeberg? Hier habe ich über das schöne Gelände  geschrieben.

Freilichtmuseum Am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
Rosengarten-Ehestorf, Abfahrt HH-Marmstorf

  • Spielewelten Kiekeberg Hamburg
    Kindheitstraum: Playmobilburg

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