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Kinderkonzert: Die kleine Meerjungfrau

Wir waren am vergangenen Wochenende in der Laeiszhalle und haben den Hamburger Symphonikern gelauscht. Warum die Geschichte von der Kleinen Meerjungfrau selten schöner erzählt wurde und warum auch Ihr unbedingt mal zu einem Kinderkonzert gehen solltet.

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Der Hamburger Jung spricht aus, was ich denke. Was ich immer denke, wenn ich die Laeiszhalle betrete. „Wow“, sagt er. „Wow, Mama, hier ist es echt schön.“ Elbphilharmonie hin oder her. Auch in der Laeiszhalle ist es schwer, nicht beeindruckt zu sein, wenn man durch diesen neobarocken Prachtbau geht, nein wandelt. Die hohen Decken, all die Verzierungen, das Gold. Und dann erst der Konzertsaal mit der wunderschönen Orgel. Mit Kindern hier zu sein, ist besonders schön, finde ich. Weil auch das Ambiente ihnen zeigt, wie kostbar und wie wunderschön die Musik ist.

Nachdem wir in letzter Zeit viele Kinderkonzerte in kleineren Veranstaltungsräumen gesehen haben, sind wir heute also mal wieder hier. Zu Besuch bei der ehrwürdigen Dame der Hamburger Konzerthäuser. Reihen und Ränge sind gefüllt mit Kindern, Eltern und Großeltern.. Viele haben sich fein gemacht.

Und dann geht es los. Das Orchester betritt die die Bühne. „Wow, so viele“, sagt der Hamburger Jung. Schon wieder „wow“.

Durch die Geschichte führt heute die TV-Moderatorin Malin Büttner. Manche Kinder kennen sie von der „Sendung mit der Maus“. Mit einem schweren Märchenbuch betritt sie die Bühne. Lebendig und ausdrucksstark erzählt sie und richtet sich dabei immer wieder direkt an die Kinder. Und während die Geschichte ihren Lauf nimmt, untermalen und spielen die Hamburger Symphoniker die Handlung mit der wundervollen Musik von Akos Hoffmann.

Ganz nebenbei lernen Kinder, dass so ein großes Orchester klingen kann wie Regen, wie die Liebe, wie eine Kröte oder wie die böse Meerhexe. Zwischendurch gibt es immer wieder längere Passagen „nur“ Musik.

Erstaunlich: Rund 60 Minuten dauert das Konzert und de Kinder sitzen muxmäuschenstill. Keine Langeweile kommt auf. Gebannt lauschen sie der wunderschönen Musik und der Erzählerin, die sich in ein seegrünes Gewand gehüllt hat – wie die kleine Meerjungfrau eben,

Anders als in der prominenten Filmversion von Walt Disney, wagen die Symphoniker das Ende des Märchens so zu erzählen wie es bei Hans Christian Andersen zu Ende geht. Die kleine Meerjungfrau heiratet den Prinzen nicht. Sie wird aber auch kein Schaum auf dem Meer. Sie steigt zu den „Töchtern der Luft“ in den Himmel hinauf. Dort kann sie wie die Menschen eine unsterbliche Seele erlangen. Wenn sie 300 Jahre wartet. Oder auch eher. Denn immer, wenn sie Kinder zum Lächeln bringt, verkürzt sich ihre Wartezeit.

Kinder zum Lächeln zu bringen. Heute ist es der Kleinen Meerjungfrau gelungen.

 

P.S.: Die kleine Meerjungfrau habt ihr verpasst. Aber viele weitere schöne Konzerte stehen auf dem Spielplan. Die nächsten Kinderkonzerte der Hamburger Symphoniker sind „Mit dem Nussknacker in Juris Zuckerland“ am 18. Dezember – mit Tschaikowskys „Nussknacker“ und Kika-Moderatort Juri Tezlaff. Oder Maltes Tierisches Zookonzert am 5. Februar. Viel Vergnügen!

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