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Im Test: Ergobaby Adapt

Ich habe drei Kinder. Alle haben es als Baby geliebt, getragen zu werden. Tuch, Manduca, Ergobaby – bei Tragesystemen macht mir keiner mehr etwas vor. Mit der Hamburger Deern habe ich jetzt die neue Ergobaby Adapt getestet.

Ergobaby Adapt

Die Hamburger Deern an ihrem Lieblingsort, die Adapt und ich

Tragen kann Leben retten. Bei unserem ersten Sohn zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass ich vor Müdigkeit und Erschöpfung gestorben wäre, wenn ich ihn in den ersten Monaten nicht tagein, tagaus getragen hätte. In der Trage beruhigte er sich, in der Trage war er zufrieden, in der Trage schlief er.

Damals benutzte ich die Manduca. Ergobaby hatte in dieser Zeit für Neugeborene nur Tragen mit Extra-Einsatz im Sortiment. Das erschien mir nur unnötiger Mehraufwand und außerdem waren diese separaten Einsätze ziemlich dick und plauschig – auch nicht gerade erste Wahl für den super heißen Sommer 2010 (Alle, die in diesem Sommer Kinder bekommen haben, werden sich erinnern).

Verwicklungen mit Tuch

Bei unserem zweiten Sohn, dem Hamburger Knirps, traute ich mich an ein Tuch heran. Vielmehr: Wir bekamen ein Tuch geschenkt und ich beschloss diesem endlos langen Riesen-Schal aus Bio-Baumwolle eine Chance zu geben. Tatsächlich fand ich das Gefühl, nur mit einem Tuch zu tragen einerseits unheimlich schön. Der Hamburger Knirps war rundum eingewickelt und von der Außenwelt abgeschirmt, es fühlte sich so natürlich, so reduziert, so einfach an. (Und dann sah dieses Tuch in einem herrlichen Grün auch noch so todschick aus). Aber: Für mich blieb diese Tuch-Wickelei auch immer kompliziert. Sogar noch, als eine liebe Bekannte und überzeugte Tuch-Trägerin mir als Erinnerungsstütze ein Video mit Wickeltechniken mit mir als Hauptperson drehte. Besonders schlimm war es, wenn der Knirps brülle und ich dann noch in Ruhe das Tuch binden sollte. Nervös tüdelte ich garantiert immer irgendetwas falsch herum, was dann später drückte, oder dafür sorgte, dass das ganze Baby inklusive Tuch bedenklich nach unten rutschte. Nach wenigen Monaten kehrte ich zur Manduca zurück.

Sitzt von Anfang an, immer und ist auch noch bequem: Ergobaby Adapt

Nun bei unserem dritten Baby, der Hamburger Deern, verliebte ich mich auf einer Babymesse sofort in die neue Trage von Ergobaby: die Adpat! Die machte mir den Eindruck, noch bequemer zu tragen zu sein und für das Baby so viele Einstellungsmöglichkeiten zu bieten, dass auch garantiert alles ergonomisch richtig sitzt. Diese Trage mussten wir natürlich ausprobieren.

Anhock-Spreiz-Stellung, Kopfstütze und Co

Ergobaby Adapt

Das Baby soll so hoch sitzen, dass es immer „kissable“ bleibt, empfiehlt Ergobaby. Nichts lieber als das.

Die Adapt ist von Anfang an einsetzbar, vorausgesetzt das Baby hat ein Mindestgewicht von 3,2 Kilo. Damit konnte die Hamburger Deern dienen. Der Sitz lässt sich mit Klettverschlüssen und Druckknöpfen so individuell auf die Größe des Babies einstellen, dass es vom Säuglings- bis zum Kleinkindalter immer ergonomisch perfekt und in der hüftgesunden Anhock-Spreiz-Stellung sitzt. Der Rücken des Babies wird in der Trage schön rund, wie es Hebammen und Kinderärzte empfehlen. Und eine gepolsterte und faltbare Kopf- und Nackenstütze kann man so einstellen, dass das Köpfchen genau so gestützt wird, wie es nötig ist. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten geben Eltern ein sicheres Gefühl und sorgen dafür, dass die Hamburger Deern innerhalb von Sekunden genauso sitzt wie sie sitzen soll. Und auch drei Stunden später noch genau so sitzt und nicht verrutscht ist.

Auch für mich ist die Adapt bequem und eine große Unterstützung für meinen geforderten Rücken. Die Schultergurte sind dick gepolstert, so dass garantiert nichts einschneidet. Die Adapt hat einen super breiten Beckengurt, auf dem sich das Gewicht wie bei einem Backpacker-Rucksack optimal verteilt. Zusätzlich hat sie hinten im unteren Rücken eine Lordosenstütze (das Wort habe ich bei einer Egonomieberatung im Büro kennengelernt, Lordosenstützen gibts nänmlich auch im Schreibtischstuhl) Das heißt nichts anderes, als dass der untere Rücken beim Tragen entlastet wird – und ist sehr bequem, kann ich Euch sagen. Sogar mein Mann trägt die Adapt richtig gern – auch eine zusätzliche und wichtige rückenschonende Eigenschaft für die Mama 😉

Allround-Tragesystem mit Komfort

Tragen sind auch für Geschwisterkinder praktisch – da bleiben genug Mama-Hände frei

Kurzum: Ich kann Euch die Ergobaby Adapt als komfortables Allround-Tragesystem sehr empfehlen. Wenn die Babies größer oder gar zu Kleinkindern herangewachsen sind, könnt ihr sie mit der Adapt auch auf der Hüfte und auf dem Rücken tragen. Die Gurte könnt ihr im Rücken parallel zueinander einstellen oder kreuzen. Das ist bestimmt angenehm, wenn unsere Hamburger Deern noch größer und schwerer wird. Außerdem hat die Trage natürlich eine Kapuze, die vor der Sonne schützt und die ich auch gerne ausrolle, wenn das Baby schläft. Die Adapt besteht zu 100 % aus Premium-Bio-Baumwolle und hat eine kleine Tasche (eigentlich für die Kapuze), in der auch noch ein Handy und etwas Geld für den nächsten Kaffee Platz finden.

Achso, und kuschelig, gemütlich und angenehm warm ist es natürlich immer, ein Baby zu tragen. Also: Genießt es!

Vielen Dank an Ergobaby, dass sie uns die Adapt zur Verfügung gestellt hat.

P.S. Ih würdet die Ergobaby Adapt gerne gewinnen? Im Dezember wird es wieder unseren Ahoikinder-Adentskalender geben. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber: Schaut doch mal wieder rein.

P.P.S. Vielen Dank an meinen Papa für die wunderschönen Fotos von der Hamburger Deern, mir und der Adapt.

 

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