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Bottle Beach und ganz viel Dankbarkeit

Koh Phangan ist bekannt für seine Naturschönheit. Heute schippern wir zum Bottle Beach. Und werden von einer Welle der Dankbarkeit mitgerissen. Kommt ihr mit?

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Auf zum Bottle Beach!

Koh Phangan: Weißer Sandstrand und Wilde Krokodile

Vielleicht ist die Insel nicht mehr so ursprünglich wie in diesen jenen Jahren, von denen wiederkehrende Backpacker in Thailand stets schwärmen. Aber doch gibt es hier neben weißen Sandstränden tiefen, grünen Dschungel mit Affen, Rehen und wilden Krokodilen. Bei soviel Natur gibt es natürlich wenig Straßen und wenig Verkehr. Viele Buchten sind nur via Boot zu erreichen.

Gesagt getan. Heute geht es mit dem nur für uns angemieteten Longtailboat zum Bottle Beach im Norden der Insel. Mit von der Partie: Der neue Freund des Hamburger Jungs (5) mit seinen zwei Brüdern (3 und 0,5), seinen Eltern und zwei weitere Pärchen aus unserem Ressort.

Wir sitzen auf Holzbrettern und kaum eine Reling trennt uns vom türkisblauen Meer. Das Wasser spritzt, die Wellen schaukeln. Die Jungs sind aufgeregt. Nur der Hamburger Knirps (1) beschließt, dass es für ihn hier wohl nichts besseres zu tun gibt als auf meinem Arm einzuschlafen. Nach 30 Minuten erreichen wir den Strand.

Bottle Beach auf Koh Phangan

Longtail Boot Koh Phangan

Angekommen, das Boot wartet auf uns bis wir genug von Sonne, Strand und Meer haben …

Kleine Bucht, weißer Sand, sanfte Wellen. Eingerahmt von dicht bewaldeten Hügelketten. Eine Melange aus Weiß, türkis und dunkelgrün, dazu dieser hellblaue Himmel. Ein Meisterwerk! Allerdings auch kein Robinson Crusoe Strand hier. Es gibt einfache Strandbungalows, ein Restaurant und sogar Massage.

Vor mir springt ein Fisch aus dem Wasser. Ich schwimme und schwimme und schwimme

Während der Hamburger Papa mir einen Ananas-Lassi bestellt, stürze ich mich in die Fluten. Vor mir springt ein Fisch aus dem Wasser. Dem scheint es auch recht gut zu gehen. Das Wasser ist wunderbar erfrischend. Ich schwimme weit in die Bucht hinaus und schwimme und schwimme ….

Als ich zum Strand zurückkehre sitzen die großen Leute im Schatten eines Strohdachs und plaudern. Die Babies schlafen auf Kissen im Restaurant. Die Kinder haben ein Plastik-Häuschen entdeckt, was nun ihr Piratenschiff ist. Der Hamburger Jung (3) sitzt auf dem Dach und ruft in Endlosschleife “Schau mal Mama, was ich mache. Schau mal Mama …” Sein Kölner Freund klettert. Der kleine Kölner Bruder lenkt.

Hier sitzen wir also und schlürfen Shakes. Wieviele nette Leute wir doch auf unserer Reise getroffen haben. Was für ein Glück wir doch haben, hier sein zu dürfen. Uns zu haben. Diese tolle Reise zu machen. Ach ….

Wir fleetzen uns auf unsere Strandmatte im Schatten von Kokospalmen. Der Hamburger Papa schaukelt in der Hängematte, verschwindet dann zur Massage. Als der gebratene Reis zum Mittagessen serviert wird, ist der Hamburger Knirps schon wieder eingeschlafen.

Koh Phangan Bottle Beach

Schaukeln in der Hängematte. Oder: Da muss man doch nicht so grimmig gucken!

Ich döse, ich fühle, ich denke gar nichts

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Schaukeln im Meer

Weil es hier nicht viel für uns zu tun gibt, gehe auch ich nach dem Lunch zur Massage.
Die sportliche Thai-Massage ist mir bei soviel Paradies zu anstrengend. Also lieber Oil Massage. Die Wellen rauschen, eine Frau knetet mich von unten nach oben und wieder zurück, das Öl macht alles warm und weich. Ich döse, ich fühle, ich denke gar nichts. Himmlisch!

Die Kinder sind immer noch Piraten. Jedem scheint eine genaue Rolle zugedacht, die er gewissenhaft und akribisch ausführt. Mamas und Papas werden nicht mehr gebraucht. Der Hamburger Papa und ich schwimmen gemeinsam ins Meer hinaus.

Unser Longtailboot hat den ganzen Tag in der Bucht geschaukelt. Fahrer Tong hat im Schatten gedöst. Jetzt erhebt er sich. Es ist Zeit aufzubrechen.

Rückfahrt. Die Wellen sind größer geworden. Der Hamburger Knirps schläft prompt ein. Der Hamburger Jung lacht bei jeder Welle sein ausgelassenes Lachen und ruft “Ist das nicht schön?”

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Eine Bootfahrt, die ruhig beginnt …

Was eine lange, weite Reise mit Kindern macht

Ich denke darüber nach, wie gut dem Hamburger Jung die Reise tut. Der Ausbruch aus der städtischen Enge, den kleinen Freiräumen, dem durchgetakteten Alltag… Auf unserer ersten Station in Bangkok wollte er nicht einmal eine Flussfahrt auf einem Ausflugsdampfer machen. (“Das Schiff hat gar keine Fenster! Das ist viel zu gefährlich, Mama!”) Er hatte ja sogar Angst vor den Kräuterchen in seiner Nudelsauce.

Jetzt ist er einfach hier – mitten auf dem Meer. Und lacht. Er läuft seit Wochen nur noch barfuß – wie wir alle. Sein Verhältnis zur Tierwelt hat sich geändert, er entdeckt als erstes jeden noch so flinken Gecko und erklärt seinen Freunden, dass man Ameisen nicht töten darf (“Sonst können sie doch gar nicht mehr zu ihrer Mama. Und das wäre doch schade!”) Er spielt so unglaublich phantasievoll und frei – manchmal ohne, dass wir Erwachsenen auch nur wissen, wo genau er eigentlich ist …

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden ….

Koh Phangan mit dem Boot zum Botlle Beacht

„Ich hab die jetzt mal eingebuddelt“

17 Uhr: Wir kehren gesund und munter vom Bottle Beach zurück. Wieder kennen wir einen paradiesischen Ort mehr auf dieser Erde.

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Ahoi Familie am Bottle Beach, Koh Phangan. Es ging schon schlechter …

 

Abenteuer Elternzeit – Mehr über unsere Reise nach Thailand

Vor genau zwei Jahren sind mit unseren zwei kleinen Kindern (damals 1 und 3,5 Jahre) durch Thailand gereist. Damals haben wir für Familie, Freunde und Reise-Interessierte aufgeschrieben, was wir auf unserer Reise erlebt haben. Unsere Reise führte uns von Bangkog nach Chiang Mai, in die thailändischen Berge und von dort in den Süden auf die Inseln Koh Samui und Koh Panghan. Demnächst geht es es weiter auf www.ahoikinder.de

 

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